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Die liebe Not vor dem ‚freudigen Ereignis‘

Angst vor der Geburt potenzieller Kinder habe ich schon seit Ewigkeiten. Ungefähr von dem Tag an, als meine Mutter mir im schätzungsweise vorpubertären Alter ungefragt etwas sagte wie ‚die Geburt ist eigentlich gar nicht so schlimm, wie sie immer dargestellt wird…‘. Was eigentlich als Ermutigung gedacht war, hatte einen merkwürdigen Beigeschmack á la ‚ich bin sicher, dass du dich schon jetzt davor fürchtest und JA das solltest du auch, aber V E R DA M M T NOCHMAL ich will irgendwann Enkelkinder, also stell dich nicht so an!!‘. Was lieb gemeint war, ratterte die folgenden Jahre in meinem Kopf und ließ mich hoffen, dass bis zur potenziellen Empfängnis und Geburt meiner Kinder unglaublich revolutionäre medizinische Möglichkeiten auf dem Markt sind, die das Baby völlig ungefährlich und absolut schmerzfrei quasi aus dem Uterus ins Leben beamen.

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Vom Verschenken, Aussortieren und Wiederverwerten oder die Suche nach dem ‚guten Leben’…

Ich bin grad total versessen auf’s Aussortieren und ‚leichter werden’…keine Ahnung, wann das genau anfing und wie ich drauf gekommen bin, aber eins ist sicher: Zur Zeit ist nichts, aber auch rein gar nichts in unserer zugegebenermaßen schon nicht sehr üppig bestückten Wohnung vor mir sicher! Gerade eben erst habe ich mich bei dem sich penetrant aufdrängenden Gedanken ertappt eine unserer beiden einzigen Kommoden bei ‚Kleinanzeigen‘ reinzustellen. Das wäre ja auch nicht weiter schlimm, wenn wir noch zahlreiche Schränke und anderen Stauraum hätten, aber – ups – wir haben faktisch gesehen GAR keinen Schrank (!!) – abgesehen von zwei zierlichen Küchenbuffets, in welche gerade mal Küchenutensilien für einen Singlehaushalt passen. Nen Kleiderschrank hab ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr…irgendwie gefällt mir der Gedanke in einem plötzlichen Anflug von akutem Fernweh meine Habseligkeiten zusammenklauben und in einen PkW schmeißen zu können. Als Single war das auch recht praktikabel und nicht unbedingt außergewöhnlich, aber nun in einem Vier-Personen-Haushalt?!

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Startpunkt: Familie auf nach Nirgendwo

Gleichgesinnte, steigt mit ein und fahrt ne Runde mit, auf unserem „Navi nach Nirgendwo“-Blog.

Heute starten wir. Die Idee bestand schon länger, aber heute beim Kaffee – zwischen Kidz zur Tagesmutter bringen und kurz bevor wir uns unseren Arbeiten zuwenden, an einem Freitag, nach einer langen Woche – heißt es nun: Hallo Welt!

„Ohne Navi nach Nirgendwo
Irgendwo fange ich neu an
Und hinter mir wird das Gewohnte klein
Und niemand weiß genau, wo ich gestern war und morgen bin
Wir finden das heraus
und du bist raus wenn ich dich find“

Ro-Shan
Navi nach Nirgendwo
(2012)

Vom Songtitel zum Familienmotto

Ahnungslos schrieb ich, Robin, 2011 diesen Songtext. Damals noch Single, ich kannte Kaddi noch nicht, irgendwann heiraten und Kinder wollte ich zwar, aber davon konnte noch keine Rede sein. Ich wollte mit meiner Band durchstarten, ohne Plan B. Heute wird der Songtitel zu unserem Familien-Motto – er passt einfach so wie gut wie kein anderer zu uns.

Standortbestimmung

Seit 2 1/2 Jahren sind wir nun verheiratet, leben im Ruhrgebiet und haben jetzt fast 2 Jahre alte Zwillingsmädchen – die uns mächtig stolz machen, uns herausfordern und rund um die Uhr bei Laune halten. Wir sind bio, manchmal vegan, manchmal auch nicht. Experimentieren, probieren, … aber so richtig wollen wir uns nicht festlegen. Ähnlich ist es mit unseren Jobs: Kaddi ist Sozialpädagogin, hat vor kurzem angefangen Psychologie per Fernstudium zu studieren und ich, Robin, bin Grafiker und Musiker, war lange selbstständig und musste aufgrund der doch erheblichen Umstellung beides zurückfahren und wieder in ein Angestelltenverhältnis in Teilzeit gehen.


Den Song könnt ihr übrigens hier bei iTunes kaufen: Ro-Shan – Navi nach Nirgendwo

Navi an, Ziel unbestimmt

Ist das jetzt alles. Miete reinkriegen, bisschen was sparen, überleben, manchmal Urlaub ..? Wir glauben da ist noch mehr. Deshalb machen wir uns – gedanklich – auf dem Weg. Wie und wo wollen wir in Zukunft leben, wie unser Geld verdienen und was wollen wir noch bewegen. Wir fangen neu an, lassen das Gewohnte hinter uns und wissen nicht wohin die Reise geht. Aber wir finden das heraus, gemeinsam hoffentlich mit euch, allen Lesern dieses Blogs,  und dann sind wir raus und eventuell drin, in einem Leben in Gemeinschaft, in der Natur, gefüllt mit Sinn und Leichtigkeit, wo wir mehr Zeit füreinander haben können, zusammen lachen und weinen, Leben teilen und Träume wahr werden lassen.

Kennst du diese Gedanken, bist du unterwegs oder schon angekommen? Wenn ja, wie sah deine Reise aus, welche Etappen musstest du meistern? Vielleicht magst du uns ja ein Kommentar dalassen – wir freuen uns darauf von dir zu hören!

Zusammen ins Nirgendwo! 😀
Kaddi & Rob