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Selbstversuche mit der Achtsamkeit

Kennst du das? Irgendetwas stimmt nicht. Du weißt nicht genau was. Du merkst einfach, dass du dich nicht mehr leicht und gut gelaunt fühlst, wie einen Tag oder ein paar Stunden zuvor. Ganz plötzlich ist dir eine Laus über die Leber gelaufen. Dann redest du dir ein, dass du einfach einen schlechten Tag hast oder mit dem falschen Bein aufgestanden bist. Das passiert dir öfters. Du hast halt Stimmungsschwankungen, die kommen und gehen. Ganz normal.

Es könnte aber auch daran liegen, dass du in solchen Momenten nicht achtsam mit dir selbst umgehst und die Signale, die dir deine Seele sendet, nicht richtig deutest bzw. deuten gelernt hast.

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Mit Kreidefarbe eine alte Kommode aufhübschen

 Frühling ahoi aus alt macht neu 

Mit Kreidefarbe von Marabu – Chalky Chic (Ingwer)

Anstatt ein neues Möbelstück zu kaufen, hat sich Kaddi coole Kreidefarbe gekauft und mit neu erweckten Frühlingsgefühlen die alte Kommode gestrichen. Unglaublich was das Ergebnis mit unserem Schlafzimmer macht – wir fühlen uns wieder megawohl, geordnet und bereit für die ersten Frühlingsstrahlen, so als hätten wir ein komplett neues Möbelstück erworben.

Ich hatte spontan Lust das ganze zu filmen und eine Songidee von mir, die ich letztes hatte passte spontan als Soundtrack dazu – sozusagen ein kleines Gemeinschaftsprojekt 

Die liebe Not vor dem ‚freudigen Ereignis‘

Angst vor der Geburt potenzieller Kinder habe ich schon seit Ewigkeiten. Ungefähr von dem Tag an, als meine Mutter mir im schätzungsweise vorpubertären Alter ungefragt etwas sagte wie ‚die Geburt ist eigentlich gar nicht so schlimm, wie sie immer dargestellt wird…‘. Was eigentlich als Ermutigung gedacht war, hatte einen merkwürdigen Beigeschmack á la ‚ich bin sicher, dass du dich schon jetzt davor fürchtest und JA das solltest du auch, aber V E R DA M M T NOCHMAL ich will irgendwann Enkelkinder, also stell dich nicht so an!!‘. Was lieb gemeint war, ratterte die folgenden Jahre in meinem Kopf und ließ mich hoffen, dass bis zur potenziellen Empfängnis und Geburt meiner Kinder unglaublich revolutionäre medizinische Möglichkeiten auf dem Markt sind, die das Baby völlig ungefährlich und absolut schmerzfrei quasi aus dem Uterus ins Leben beamen.

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Was bleibt, wenn ein Mensch geht?

Es ist ein halbes Jahr her, seitdem mein Vater sehr plötzlich und unerwartet gestorben ist. Und ich stell mir diese Frage, weil heute sein 68. Geburtstag gewesen wäre … der erste Geburtstag ohne ihn, wo wir noch nicht einmal miteinander skypen konnten. Auf die Frage „Hey, wie gehts dir?“ hätte er dann auf jeden Fall „Gut mein Lieber, Unkraut vergeht nicht“ geantwortet.

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Was macht euch so unzufrieden?

Es ist wieder Montag. Ich hole unsere Zwillingsmädels von der Tagesmutter ab. Sie sagt: „Alles super, wie immer, die beiden sind echt goldig!“ Das macht Daddy natürlich mächtig stolz, gibt mir aber auch immer zu denken. Meint sie dieselben Kinder wie ich?! Also die quirligen, niemals-zufriedenen Konkurrierenden, die ständig irgendwas aushecken? Anscheinend. Ich stecke voller Bewunderung für diese Frau. Wie kann man sich nur diesen Job freiwillig aussuchen, ihn Tag für Tag ausführen – allein schon lautstärkepegeltechnisch. Sie hat die Kinder irgendwie liebevoll im Griff und die Ruhe weg. Sie ist unsere persönliche Heldin.

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4 Tage ohne Heizung

Tag 1: Vorweihnachtliche Überraschung mal anders.

Wenn du denkst es geht nicht mehr, geht immer noch was oben drauf, was dir die letzten Nerven raubt. 40 Fieber bei unseren 21-monatealten Zwillingsmädels hatte wohl noch nicht gereicht, um uns als Familie komplett ins Chaos zu stürzen, nein, es musste dann auch bei 5 Grad Aussentemperatur die Heizung unserer Mietwohnung ausfallen, eigentlich im ganzen Haus. Wer sich das Ausmaß des Chaos nicht vorstellen kann, ein kurzer Überblick:

  • Kinder können nicht zur Tagesmutter
  • sind also die ganze Zeit zu Hause in der kalten Bude, in 4 Kleiderlagen eingepackt
  • wir können unserer Arbeit nicht nachkommen
  • Vorweihnachtliche Besorgungen werden quasi unmöglich
  • Kurze, unruhige Nächte
  • Nerven liegen komplett blank
  • Kontaktabbruch zur Aussenwelt – man will ja niemand anstecken

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Vom Verschenken, Aussortieren und Wiederverwerten oder die Suche nach dem ‚guten Leben’…

Ich bin grad total versessen auf’s Aussortieren und ‚leichter werden’…keine Ahnung, wann das genau anfing und wie ich drauf gekommen bin, aber eins ist sicher: Zur Zeit ist nichts, aber auch rein gar nichts in unserer zugegebenermaßen schon nicht sehr üppig bestückten Wohnung vor mir sicher! Gerade eben erst habe ich mich bei dem sich penetrant aufdrängenden Gedanken ertappt eine unserer beiden einzigen Kommoden bei ‚Kleinanzeigen‘ reinzustellen. Das wäre ja auch nicht weiter schlimm, wenn wir noch zahlreiche Schränke und anderen Stauraum hätten, aber – ups – wir haben faktisch gesehen GAR keinen Schrank (!!) – abgesehen von zwei zierlichen Küchenbuffets, in welche gerade mal Küchenutensilien für einen Singlehaushalt passen. Nen Kleiderschrank hab ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr…irgendwie gefällt mir der Gedanke in einem plötzlichen Anflug von akutem Fernweh meine Habseligkeiten zusammenklauben und in einen PkW schmeißen zu können. Als Single war das auch recht praktikabel und nicht unbedingt außergewöhnlich, aber nun in einem Vier-Personen-Haushalt?!

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Startpunkt: Familie auf nach Nirgendwo

Gleichgesinnte, steigt mit ein und fahrt ne Runde mit, auf unserem „Navi nach Nirgendwo“-Blog.

Heute starten wir. Die Idee bestand schon länger, aber heute beim Kaffee – zwischen Kidz zur Tagesmutter bringen und kurz bevor wir uns unseren Arbeiten zuwenden, an einem Freitag, nach einer langen Woche – heißt es nun: Hallo Welt!

„Ohne Navi nach Nirgendwo
Irgendwo fange ich neu an
Und hinter mir wird das Gewohnte klein
Und niemand weiß genau, wo ich gestern war und morgen bin
Wir finden das heraus
und du bist raus wenn ich dich find“

Ro-Shan
Navi nach Nirgendwo
(2012)

Vom Songtitel zum Familienmotto

Ahnungslos schrieb ich, Robin, 2011 diesen Songtext. Damals noch Single, ich kannte Kaddi noch nicht, irgendwann heiraten und Kinder wollte ich zwar, aber davon konnte noch keine Rede sein. Ich wollte mit meiner Band durchstarten, ohne Plan B. Heute wird der Songtitel zu unserem Familien-Motto – er passt einfach so wie gut wie kein anderer zu uns.

Standortbestimmung

Seit 2 1/2 Jahren sind wir nun verheiratet, leben im Ruhrgebiet und haben jetzt fast 2 Jahre alte Zwillingsmädchen – die uns mächtig stolz machen, uns herausfordern und rund um die Uhr bei Laune halten. Wir sind bio, manchmal vegan, manchmal auch nicht. Experimentieren, probieren, … aber so richtig wollen wir uns nicht festlegen. Ähnlich ist es mit unseren Jobs: Kaddi ist Sozialpädagogin, hat vor kurzem angefangen Psychologie per Fernstudium zu studieren und ich, Robin, bin Grafiker und Musiker, war lange selbstständig und musste aufgrund der doch erheblichen Umstellung beides zurückfahren und wieder in ein Angestelltenverhältnis in Teilzeit gehen.


Den Song könnt ihr übrigens hier bei iTunes kaufen: Ro-Shan – Navi nach Nirgendwo

Navi an, Ziel unbestimmt

Ist das jetzt alles. Miete reinkriegen, bisschen was sparen, überleben, manchmal Urlaub ..? Wir glauben da ist noch mehr. Deshalb machen wir uns – gedanklich – auf dem Weg. Wie und wo wollen wir in Zukunft leben, wie unser Geld verdienen und was wollen wir noch bewegen. Wir fangen neu an, lassen das Gewohnte hinter uns und wissen nicht wohin die Reise geht. Aber wir finden das heraus, gemeinsam hoffentlich mit euch, allen Lesern dieses Blogs,  und dann sind wir raus und eventuell drin, in einem Leben in Gemeinschaft, in der Natur, gefüllt mit Sinn und Leichtigkeit, wo wir mehr Zeit füreinander haben können, zusammen lachen und weinen, Leben teilen und Träume wahr werden lassen.

Kennst du diese Gedanken, bist du unterwegs oder schon angekommen? Wenn ja, wie sah deine Reise aus, welche Etappen musstest du meistern? Vielleicht magst du uns ja ein Kommentar dalassen – wir freuen uns darauf von dir zu hören!

Zusammen ins Nirgendwo! 😀
Kaddi & Rob